Skip to content

Coaching on the Job / on the meeting – eine Frage der Kultur?

Januar 28, 2010

Ich habe mit diesem besonderen Beratungsangebot, Führungskräfte direkt bei ihrer Arbeit zu begleiten sehr gute Erfahrungen gemacht. Es setzt natürlich voraus, dass die Führungskräfte dieses Angebot freiwillig und stimmig annehmen sowie Coaching in der Organisation als positiv bewertet wird, z.B. weil die Geschäftsführung auch in dieser Frage vorangeht.

Nach meiner Wahrnehmung ist der Coach beim „Coaching on the Job“ recht schnell aus dem Fokus der Akteuere und kann sich auf das Beobachten konzentrieren. Das bestätigen Akteuere danach mit Bemerkungen wie: „Ach, Sie waren dabei?“. Das Beratungsangebot fokussiert auf gemeinsam erlebte Situationen. Feedback und Spiegelung von Verhaltens- und Denkweisen finden zeitnah statt. Dazu gibt es kaum Ausfallzeiten. Es gibt Unternehmen, die haben das Anliegen nach Möglichkeiten der Verbesserung zu suchen, z.B. blinde Flecken. Die Aufgabe des systemischen Beraters ist einen nützlichen Unterschied für die Menschen und Organisation zu machen (im Sinne von Greogory Bateson).

Ein weiterer positiver Effekt bemerkte ich bei den Mitarbeitern. Diese werteten das Coaching ihrer Führungskraft als sehr positiv: „Nicht nur wir sollen uns ständig weiterentwickeln, sondern auch unsere Führungskräfte sind aktiv dabei.“

In dem Unternehmen ist professionelles Feedback und persönliche Weiterentwicklung sehr positiv besetzt. Es wird gelebt. Hier haben Vorstand und Personalentwicklung Coaching sehr konstruktiv für die Unternehmensentwicklung positioniert. Das ist auch im Engagement der Mitarbeiter spürbar. Wie kann ich „gute“ Führungskräfte und Teams in ihrer Entwicklung optimal unterstützen?

In anderen Unternehmen wird Coaching eingesetzt, um „Probleme“ in der Führung und Projekten zu lösen. Hier ist die Inanspruchnahme von Coaching für Führungskräfte in der Organisation eher problematisch, da es ja bekannt ist, dass es Coaching nur bei Problemen gibt. Für ein „Coaching on the Job“ fehlt unter diesen Rahmenbedingungen die Basis. Daher ist hier das Einzel-Coaching ausserhalb der Organisation der beste Weg. Der Transfer in den Alltag spielt dann eine große Rolle, um gewünschte Ergebnisse zu erzielen. Auch hier investiert das Unternehmen konkret in die eigene Weiterentwicklung und schätzt durch diese Unterstützung die Führungskräfte wert. Das ist eine Kultur der Unterstützung, wenn etwas nicht so läuft wie erwartet.

Eigentlich geht es bei dem „Coaching on the Job / Meeting“ um die Frage der Unternehmenskultur und inneren Haltung des Top Managements zur Frage der Weiterentwicklung der Professionalität des Unternehmens. Eine Kultur zu verändern, geht nicht von heute auf morgen.

Nützliche Fragen für eine Orientierung können sein: Welche Auswirkung hat unsere derzeitige Unternehmenskultur auf unsere zukünftige Entwicklung? Versuchen wir aktiv von Stärken und Schwächen zu lernen? Werden wir so Menschen in unserer Organisation haben, die sich gerne für unsere Ziele einsetzen, die mitdenken, konstruktiv um die „besten“ Möglichkeiten für das Unternehmen streiten und aktiv gestalten?

No comments yet

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: