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Erfolgreiche Manager und Teams- nun mit weniger Erfolg – Was nun?

März 12, 2010

Welches Bild hat ein bisher erfolgreicher Manager (ein erfolgreiches Team) in der Krise von sich entwickelt? In der Vergangenheit erfolgreich und bis dahin wurde dies von überall gespiegelt. Daraus ergibt sich eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung (http://de.wikipedia.org/wiki/Selbstwirksamkeitserwartung) was unter normalen Umständen eine selbstverstärkendes Muster begünstigt. Bekanntermassen reflektieren erfolgreiche Manager und Teams dadurch wenig über ihre Erfolgsfaktoren.

Nun die „Krise“ mit wenig oder gar kein Erfolg. Der Druck aus dem Unternehmen und auch vor allem von sich selbst, dem Selbstbild zu genügen steigt. Mehr Anstrengung? Projektion? Frustration? Klugen Kopf behalten und nach Abstand zum Denken suchen? Anfreunden mit weniger Erfolg? Freude über kleine aber realistische Schritte?

Ich bin ganz klar für Veränderung. Sie findet sowieso statt. Um halbwegs der Selbe zu bleiben, muss ich mich in einer sich ständig veränderten Umwelt mit verändern. Doch warum gelingt sie manchmal so langsam, manchmal gar nicht? Selbst, wenn ich eine gewünschte Veränderung von Herzen und vom Verstand anstrebe und will.

Wenn wir Menschen jede mögliche Veränderung sofort umsetzen würden, dann hätte dies viele Folgen. Vermutlich gäbe es kein „Ich“ Gefühl mehr. Weil es kaum etwas gäbe, was uns ein gewisses Gefühl von Beständigkeit geben könnte. Für andere wären wir nicht mehr verlässlich oder vorhersagbar. Unser „Ich“ käme damit vermutlich überhaupt nicht klar. Andere „Ichs“, die Gesellschaft sowie Wirtschaft auch nicht.

Doch es ist wichtig den Sinn für die aktuelle Realität nicht zu verlieren sondern abzugleichen mit unseren impliziten und expliziten Annahmen über uns und unsere Organisation. Dann kann ich mich neu ausrichten und wirksam im Unternehmen und Markt werden.

Ich finde die beiden Zitate von Viktor E. Frankl zur Möglichkeit unseres „Ichs“ zur Veränderung, einfach wunderbar (nicht zu verwechseln mit leicht):

…Menschen vergessen, das der Mensch stärker sein kann als er selbst oder zumindest neugierig genug, um mit Nestroy zu fragen: „Jetzt bin i wirklich neugierig, wer stärker is, i oder i.“ Oder mit anderen Worten mit denen ich meine Patienten manchmal zu fragen pflege, wenn sie mir vorjammern, was sie alles nicht können oder was sie alles müssen: „Jetzt sagen Sie mir mal, müssen Sie sich wirklich alles von sich gefallen lassen?“ Aus: Im Anfang war der Sinn, Wien 1982

Was jedoch der Mensch in Wirklichkeit braucht, ist nicht ein Zustand bar jeder Spannung, vielmehr eine gewisse, eine gesunde Dosis von Spannung – etwas jene dosierte Spannung, wie sie hervorgerufen wird durch sein Angefordert- und Inanspruchgenommensein durch einen Sinn. Aus: Ärztliche Seelsorge, Wien 1982, Fischer-Taschenbuch

Fragen an die Leser:

1.) Wie gut gelingt es Ihnen sich neu auszurichten, wenn sich die Bedingungen verändern? Wie bemerken Sie die Veränderung?

2.) Welchen Sinn geben Sie Ihrem Denken und Handeln in Ihrem Unternehmen? Wofür machen Sie es so und nicht anders? Wie realistisch ist es und welche Folgekosten gibt es für Sie und Ihr Unternehmen?

One Comment leave one →
  1. April 1, 2010 6:41 am

    Super Blogbeitrag für den Bereich, der mit den meisten Informationen denke ich, den ich bis jetzt gefunden habe. Ich hoffe, der Blog bleibt am Thema dran?! War da nicht letztens schon mal ein Artikel in der Zeit drüber? Alles Gute Bertfriede Wilczek

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