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Organisationskultur und soziale Medien

Mai 2, 2011

Bekommen Sie mit, was über Ihr Unternehmen und Sie im Internet kommuniziert wird? Wenn Sie es wüssten, wie schnell können Sie darauf reagieren? Dürften Sie, könnten Sie, müssten Sie, oder ist das nicht offiziell geregelt?

Inwieweit betrifft dies direkt und indirekt Ihre Unternehmensziele? Sehen Sie in „sozialen Medien“ eher Chancen für Ihre Unternehmensziele?

Nach meiner Auffassung ist es sehr sinnvoll sich mit der eigenen Organisationskultur  im Zusammenhang mit Unternehmenszielen zu beschäftigen. Damit kann in der Organisation mehr Klarheit über die gelebten Werte, den offiziellen Leitbildern sowie den „ungeschriebenen Gesetzen“ und Zielen erzielt werden. „Organisationskultur definiert Edgar Schein als die Werte und Normen und Grundannahmen, die sich aus der persönlichen Lerngeschichte eines Teams oder einer Organisation ergeben.“
Das hat mit den offiziellen Leitlinien oder Leitbildern einer Organisation nichts zu tun. Diese zeigen eher auf, woran das Unternehmen gerne weiter kommen möchte, bzw. zeigen auf, was nicht da ist  (z.B. offene Feedbackkultur, konstruktive Kommunikation, Teamgeist, Kunde im Mittelpunkt, …).

Die meisten Unternehmen wünschen sich grundsätzlich konstruktiv mitdenkende und handelnde Mitarbeiter und Führungskräfte. Selten hört man, dass das so zu 100% in den Organisationen funktioniert. Meist hat das, aus meiner Sicht, mit der Organisationskultur zu tun. Daran lässt sich arbeiten. Jedoch nicht direkt.

Welche Kultur , d.h. auch Engagement, konstruktive und unternehmerische Denk- und Verhaltensweisen hätten Sie den gerne, um „passend“ mit den sozialen Medien (Kommunikationszugang zu Kunden, Partnern, möglichen Mitarbeitern, etc.) umzugehen? 


Aktuell: Am Freitag den 06.05.2011 findet bei der GRUNDIG AKADEMIE ein BarCamp zum Thema statt.

Nach der FAZ (2010) nutzen 80% der Führungskräfte soziale Medien.  Das soll allerdings nicht bedeuten, dass dies aktiv und im Sinne der Unternehmensziele geschieht. In manchen Fällen, wird z.B. über Facebook kritisch über das eigene Unternehmen oder über Mitarbeiter gesprochen.

In machen Internet Foren wird sich sehr kritisch zu Unternehmen und Produkten geäußert. Käufer suchen natürlich gezielt im Internet auch nach solchen Informationen, bevor sie sich für ein Produkt entscheiden. Denken Sie nur an „Holidaycheck“. Wer als Hotel häufig schlecht abscheidet hat sicher einen Wettbewerbsnachteil und sicher auch die Chance das Feedback der Kunden zu nutzen. Allerdings gibt es auch hier die Möglichkeit, dass das Feedback in der Form nicht berechtigt war. Im „Holidaycheck“ gibt es die Möglichkeit für das Hotel, eine „Gegendarstellung“ zu veröffentlichen.

Die Möglichkeit sich zu Unternehmen, Menschen und Produkten zu äußern nimmt zu. Für Unternehmen stellt sich damit die Herausforderung: Wie wollen wir damit umgehen? Welchen Einfluss haben wir auf eigene Mitarbeiter in Bezug auf deren (auch private) Kommunikation in den sozialen Medien? Wie wollen wir auf Feedback und Kundenstimmen im Netz zu unserem Unternehmen reagieren? Wer darf das? Wie darf er das? Was möchten wir von uns aktiv in die Kommunikation einbringen? (Technisch scheint es weniger ein Problem zu sein. Siehe dazu beispielhaft die Info der Firma Cisco für das Thema, was sich in sozialen Netzen tut: http://www.cisco.com/en/US/products/ps11349/index.html)

In früheren Zeiten, war es in manchen großen Konzernen z.B. schwierig schriftliche Referenzen einfach zu bekommen. Das musste erst sorgfältig von der Rechtsabteilung geprüft und autorisiert werden. Stellen Sie sich vor, dass würde auch für die Kommunikation mit sozialen Medien so gehandhabt? Sicher hat dieser Punkt auch viel mit dem Thema Vertrauen zu tun. Gibt es eher eine Vertrauenskultur oder eher eine Kontrollkultur? Welche Auswirkungen hat dies jeweils auf die Kommunikationskultur und auch auf die Ergebnisse?

Heidi Schall hat in Ihrem Blog eine interessante Checkliste zu der Frage veröffentlicht, ob Unternehmen schon bereit für die sozialen Medien sind: „Social Media Readiness„.

Soziale Medien können natürlich auch sehr gut intern eingesetzt werden. Z.B.: Die Geschäftsführung schreibt in einem internen Blog. Alle Mitarbeiter haben ein Kompetenzprofil. Es werden Probleme oder Herausforderungen ins soziale Netz geschrieben. Mitarbeiter können gezielt nach Informationen zu Problemen und Lösungen suchen.

Auch das ist natürlich eine Sache des Vertrauens und der gelebten Organisations- und Führungskultur für die Unternehmensziele. Ein Spiegel der Organisation.

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