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Ziele fühlen – Muss das wirklich auch noch sein?

Juli 23, 2012

Ja, man kann und sollte, wenn man offen für Ergebnisse der Wissenschaft ist und seine  bewussten Ziele optimal unterstützen mag.

Welche „Bilder“ stehen für Ihre Ziele und fühlen Sie Ihr inneres „Ja“ dazu? Ihr Team auch? Was bemerken Ihre Projektpartner oder Kunden dann?

Die Basis dazu bildet keine Esoterik sondern ZDF. Zahlen, Daten und Fakten. Zum anderen trägt es auch zum persönlichen Wohlbefinden bei. Das hat doch was, oder?

Dieses Wochenende war ich auf der Weiterbildung zum TOP/EOS Berater. Die Grundlage dazu bildet die PSI (Persönlichkeits-System-Interaktionen) Theorie nach Julius Kuhl, der diese Weiterbildung auch leitet. Es ist eine umfassende und integrierende Persönlichkeitstheorie.

Dahinter verbirgt sich viel Theorie. Auch in der Beratung finde ich für mich das Zitat von Kurt Lewin sehr passend: „Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie.“
Die PSI Theorie ist aus meiner Sicht hervorragend geeignet, um Menschen besser zu verstehen und vor allem, um Potentiale zu entwickeln.

Die Fragen zur Selbstmotivierung = Handeln und des Selbstwachstums = Persönlichkeitsreifung stehen im Vordergrund.

Im Bereich von Changemanagement, dem Vertrieb, Projektmanagement, etc. gibt es immer wieder das Thema, das die Motivation verloren geht, die Ziele zu verfolgen. In der Folge scheitern die Projekte.

Oft höre ich auf Fragen wie diese: „Was habt Ihr daraus gelernt? Was macht Ihr nun anders?“ Es muss besser geplant werden, es muss mehr kontrolliert werden, die Leute sollen sich mehr „committen“, wir brauchen neue „Leute“, …

Wenige kommen auf die Idee, andere Fragen zu stellen und damit neue Wege zu gehen: Welche Erkenntnisse bieten die Neurowissenschaften zu Fragen der Motivation? Gibt es empirische Befunde? Gibt es praktikable Ansätze wie Ziele mehr mit Motivation verbunden werden können?

Unsere westliche Management- und BWL Ausbildungen sind darauf fokussiert die Welt rational und logisch anzugehen. Ziele werden häufig SMART  formuliert. In der Organisationswelt wird fast ausschließlich nur die linke Hemisphäre des Gehirns genutzt. Diese arbeitet sequentiell, genau und langsam im Vergleich zu der rechten Hemisphäre, die massiv parallel, vage und sehr schnell arbeitet. Das „Selbst“ was dort beheimatet ist, ist uns direkt nicht zugänglich. Es umfasst meine gesamten Berufs- und Lebenserfahrungen. Diese können wertvolle Impulse liefern und können auch die Quelle meiner Motivation sein. Eine gute Balance und Zusammenarbeit der Hemisphären, situativ zu gestalten, ist aus meiner Sicht eine wichtige Aufgabe des Selbstmanagements. Heute gibt es gute und pragmatische Ansätze wie das gelingen kann. 

Wer analytisch an seine Ziele geht, macht dazu einen richtigen Schritt. Ein weiterer passender Schritt ist aus meiner Sicht, die Ziele mit dem „Selbst – rechte Hemisphäre“ abzugleichen und auszurichten. Das „Fühlen“ von Zielen ist die Quelle von Motivation. Fühle ich das Ziel positiv, bin ich sozusagen auch mit dem Herzen dabei. Ich stehe dahinter. Das Gute daran ist, ich habe meinen Körper immer dabei und kann meinen Organismus fragen und einbeziehen.

Das hat auch einen weiteren Vorteil für Organisationen und Menschen, die „Burn Out Prävention“ ernst nehmen. Trainiere oder sensibilisiere ich meine Organisation mehr in den Kontakt mit ihrem „Selbst“ zu kommen, dann kann es nämlich sein, dass das „Selbst“ zurückmeldet, dass Ziel so nicht passt. Es fühlt sich nicht „gut“ an. Dann gilt es das im Sinne der Ziele und auch im Sinne der Gesundheit zu berücksichtigen und zu untersuchen. Menschen sind dann eher im Modus „Gestalter“. Sie sind im engeren Kontakt mit Ihren Bedürfnissen.

Die Wissenschaft und Forschung kann heute belegen, dass das „Selbst“ sehr gut mit Bildern angesprochen werden kann. Das ist auch meine Erfahrung aus Coaching und Beratung. Bilder, die wir mit Zielen koppeln und bei denen wir positive Gefühle haben, unterstützen uns beim Erreichen unserer Ziele. Die Kraft aus dem „Unbewussten“ wird so für unsere Ziele einsetzbarer. Führungskräfte kommen weniger in den Stress und werden als bessere Führungskräfte wahrgenommen, wenn sie so ein Training gemacht haben. Das sind Aussagen von Studien aus dem Bereich des ZRM .

Auch Klaus Doppler hat entdeckt, dass Emotionen in Bezug zu Change Prozessen eine wesentliche Bedeutung haben: „Feel the Change! Wie erfolgreiche Change Manager Emotionen steuern“.

Wer die psychologischen Grundlagen und Ansätze dazu lesen möchte, kann über Google „PSI Julius Kuhl“ Dokumente und Hinweise zu Büchern finden.

Meine praktischen Erfahrungen mit dem Einsatz der PSI Theorie auch in Kombination mit dem ZRM sind sehr positiv. Manager und Führungskräfte können sehr gut mit Bildern arbeiten. Wobei „Bilder“ nur eine von vielen Möglichkeiten sind, um persönliche und organisatorische Veränderungen mit neuen Wegen anzugehen.

Literatur: 

(PSI, Julius Kuhl, …)

  • Persönlichkeit und Motivation im Unternehmen – Anwendung der PSI-Theorie in Personalauswahl und -entwicklung
  • Die Kunst der Selbstmotivierung: Neue Erkenntnisse der Motivationsforschung praktisch nutzen

(ZRM, Maja Storch)

  • Selbstmanagement – ressourcenorientiert. Grundlagen und Trainingsmanual für die Arbeit mit dem Zürcher Ressourcen Modell

Bild aus Photocase.

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