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Mangelndes Engagement und wenig neue Ideen – schriftliche Abfrage!

Dezember 18, 2013

Ohne Innovation keine Verbesserungen. Ohne Verbesserungen in Prozessen, Strukturen, Art und Weise der Zusammenarbeit intern und extern sowie des Wert-Angebots für Kunden ist es schwierig Marktanteile, zu halten.

Ohne diese Verbesserungen eher Dienst nach Vorschrift und wenig erlebtes Engagement der Mitarbeiter. Darüber beklagen sich ja manche Unternehmen.

Ist es soweit, dann gibt es bald auch eine selbsterfüllende Prophezeiung: Das Management denkt sich: Keine guten Mitarbeiter. Keine Ideen. Alles muss man selbst machen. Die Mitarbeiter denken sich: Kein gutes Management. Kein Vertrauen. Alles machen die ohne uns zu fragen.

Für eine schlechte oder durchschnittliche Kommunikations- und Dialogkultur brauche ich nicht viel tun. Für eine gute Dialogkultur schon und die hat einen Einfluss auf den Grad der Innovation, meine ich. 

Wie kommt man zu Innovationen?

  • Es gibt Unternehmen, die machen einen Prozess daraus: Verbesserungs-Ideen über ein Portal einbringen.
  • Andere vereinbaren mit ihren Mitarbeitern Innovationsziele in Zielvereinbarungen (Chemie-Industrie).
  • Andere geben ihre Mitarbeiter freie Zeit zum Nachdenken und Experimentieren (Google).
  • Andere schaffen Räume für Austausch mit Kollegen, Partnern und Kunden (Kundenkonferenzen).

  • –> Andere erarbeiten sich (dazu) eine passende Organisationskultur, die es möglich macht, seine Meinung konstruktiv und wertschätzend einzubringen. Auch die Geschäftsführung schätzt andere Meinungen und fördert die Entwicklung von Dialog. Dabei werden auch die Erkenntnisse der modernen Psychologie (z.B. Daniel Kahneman) berücksichtigt.

Eröffnet z.B. ein Geschäftsführer ein Meeting, in dem es um eine Problemanalyse geht mit den Worten: „Ich sehe die Situation wie folgt …“ – dann kann davon ausgegangen werden, dass es kaum Abweichungen zu dieser Meinung geben wird. Die Meinungsführer geben damit den Weg vor. Nach der Theorie U von C. Otto Scharmer haben wir dann oft ein einfaches „Downloading“, was keinen Mehrwert auf der inhaltlichen Ebene erzeugen kann. Es ist einer Wiederholung dessen, was allen ohnehin bekannt ist.
Sollte es der Geschäftsführer sein, dann liegt sowieso eine asymmetrische Beziehung vor. Die Karriere hängt von der Meinung der Geschäftsführung ab. Die meisten Geschäftsführer und Führungskräfte, die ich kenne, wollen in der Regel auf der bewussten Ebene eine offene Diskussion.

Sollen tatsächlich die Kompetenzen der Teilnehmer genutzt werden, sollte es um Vielfalt gehen, dann empfiehlt sich immer eine schriftliche Abfrage. Diese macht jeder mit und die Ergebnisse werden dem Moderator übergeben. Auch um die unbewussten Tendenzen, den Meinungsführern nach dem Mund zu sprechen und in der Gruppe nicht negativ aufzufallen, zu minimieren. Das sollte in allen Organisationen bekannt sein. Dazu sollte es Klarheit geben, wie man damit umgehen möchte.

Das erfordert Mut von allen Beteiligten. Als Manager signalisiere ich: „Ich weiss nicht alles. Ich bin interessiert an anderen Meinungen.“ Das kann gegenläufig der aktuellen Organisationskultur sein. Doch Beispiele formen Kultur. Manager und Teams bietet sich durch „Coaching on the Job“ Unterstützung bei der Umsetzung solch einer Idee an.

Klar kann die Geschäftsführung und/oder Meinungsführer mit persönlicher Kritik (offen, indirekt, subtil) auch nach der schriftlichen Abfrage, den Prozess abwürgen. Das passiert dann eher unbewusst, aber mit Auswirkung. Dann werden sich die Leute zukünftig vor solchen Meetings nach seiner Meinung interessieren und diese dann zu Papier bringen.

Wollen alle Beteiligten mehr konstruktiven Dialog, dann bieten auch schriftliche Abfragen die Chance für mehr Beteiligung, mehr konstruktiven Dialog und die Erarbeitung von besseren Entscheidungen sowie Innovation. Das muss jedoch immer wieder neu erarbeitet werden. Natürlich geht es dabei um eine innere Haltung, die zuerst als Absicht da sein muss.

Pathologisch narzisstische Geschäftsführer und Führungskräfte würden das überhaupt nicht mögen. Andere „ja“. Probieren Sie es aus.

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