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Gute Vorsätze von FK fördern eine schwache Selbstwirksamkeit

Januar 9, 2014

Überall in den Magazinen und Blogs lesen sich gut gemeinte Vorsätze für Führungskräfte für das neue Jahr. Beispielhaft wird hier von ManagerSeminare empfohlen (Link zum gut gemachten Beitrag mit wünschenswerten Vorsätzen: http://www.leadion.de/artikel.php?artikel=1283 )

Der Beitrag liefert eine Top 5 der besten Führungsvorsätze fürs neue Jahr:

1. Mit diesem Jahr starte ich eine Aufgaben-Offensive für alle meine Mitarbeiter: Ich erhöhe ihren Handlungs- und Verantwortungsspielraum.
2. Ich nehme mir mehr Zeit für meine Mitarbeiter. 
3. Ich mache einen Neustart mit meinen Mitarbeitern: Altes Rabattmarkenheft zerreißen, neues Regelheft aufbauen.
4. Ich will mich nicht mehr so viel aufregen, verzetteln, vor wichtigen Terminen drücken …
5. Ich frage meine Mitarbeiter mehr: Was wünscht Du Dir für Deine Arbeit? Was sollte anders werden? Was sollten wir mehr und was sollten wir weniger machen?

Die kleine Liste sinnvoller Führungsvorsätze lässt sich sicher noch ergänzen, oder?

Dagegen lässt sich nichts sagen, wenn es denn auch realistisch wäre. Die meisten privaten Vorsätze für das neue Jahr scheitern in der Regel (Z.B. : mehr Sport, mehr Zeit für die Familie, weniger Arbeit, nicht mehr Rauchen, etc.). 

Für ein wirksames Gelingen dieser guten Absichten in Organisationen sollten auch die beiden Punkte angemessen berücksichtigt sein. Sonst leidet das Gefühl der Selbstwirksamkeit der Führungskräfte. Das wäre schade. 

1.) Um von Motiven zu Handlung zu kommen, braucht es neben einem guten Willen viel mehr als nur gute Vorsätze. Erfolgreiche Organisationen bestehen aus Gewohnheiten, d.h. Wiederholungen von Kommunikation und Handlungen. Das muss recht stabil sein, damit es gut funktioniert. Veränderungen passieren nicht einfach so. Dazu braucht es bei den Vorsätzen aus dem Beispiel aus meiner Sicht einen „Change-Prozess“. Fragen dazu sind: Wie schaut es mit der Führungs- und Organisationskultur im Allgemeinen aus? Machen bei den „neuen Vorsätzen“ alle – inkl. der Geschäftsführung mit? Wie realistisch ist es, diese Themen im Alltag zu leben? Wie reagieren Kollegen, Geschäftsführer, Partner? Was bedeutet das in Bezug auf mein Rollenverständnis als Führungskraft? Wie werden die Mitarbeiter darauf vorbereitet? Wie gefallen denen diese Ideen? Was sind die Auswirkungen der guten Vorsätze?

2.) Ein weiteres Thema ist auch: Was werden die Führungskräfte dafür nicht mehr machen? Wo werden Zeit und Energie eingespart? Welche Prozesse werden weggelassen, bzw. weniger gemacht? Was kostet die „Einführung – Change-Prozess“ der neuen Vorsätze?

In Coachings und Beratung mit meinen Kunden aus dem Mittelstand erfahre ich immer wieder, dass Zeit ein sehr knappes Gut für Führungskräfte und Geschäftsführung ist. Neue Dinge anzugehen, sollte daher immer die Frage mit einschließen, wo die Ressourcen dazu herkommen und wer diese neuen Dinge so unterstützt, dass sie neuer Bestandteil der Organisations- und Führungskultur werden. Dann steigt auch die Chance auf mehr erlebte Selbstwirksamkeit der Führungskräfte und Teams. 

Wenn Sie den Beitrag interessant finden, dann empfehlen Sie ihn gerne weiter. Vielleicht haben Sie auch ergänzende Gedanken? Dann freue ich mich auf Ihre Nachricht.

One Comment leave one →
  1. Januar 9, 2014 5:20 pm

    Die Top 5 Vorsätze finde ich Klasse. Vielen Dank für den Artikel.

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