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Alle einer Meinung in der Geschäftsführung? Dann hilft das hier

August 1, 2014

Stellen Sie sich vor: Ein Manager-Meeting endet mit einem einstimmigen Votum für eine neue Strategie, ein neues Projekt, etc.. Es herrscht gute Stimmung. Dann hilft folgende Aufgabe:

Sie sind ein Jahr weiter und wirklich nichts von Ihren Vorhaben wurde umgesetzt …

1.) Schreiben Sie bitte, jeder für sich, die Geschichte dazu auf einigen Seiten DIN A4 zusammen.

  • Wie ist es dazu gekommen? Welche Umstände führten dazu?
  • Welche Auswirkungen hat es auf Sie, das Geschäftsführungs-Team, Mitarbeiter, Partner, Kunden?

2.) Lesen Sie die Geschichte mit Abstand.

  • Was hätten Sie tun können, um es zu verhindern?
  • Was lernen Sie daraus?

3.) Tauschen Sie Ihre Geschichten aus. Diskutieren Sie Ihre Geschichten. Treffen Sie Vorkehrungen.

Diese Idee habe ich von Daniel Kahneman übernommen und in diese Schritte übersetzt. Das ist sehr wertvoll für Organisationen, die systematisch in Entscheidungsprozesse gehen und Hindernisse vorab identifizieren wollen. Link zum Thema „Schnelles Denken, langsames Denken“. 

Es gibt genügend bewusste und „unbewusste“ Gründe, warum in manchen Situationen unsere Gehirne „Probleme“ und „Herausforderungen“ nicht sehen wollen. Wenn die Meinungsmacher dafür sind, dann ist es schwierig Kritik anzubringen. Wenn in der Organisation wenig Kompetenzen vorhanden sind, über Sachthemen konstruktiv zu streiten, oder unterschiedliche Sichtweisen als Mehrwert zu sehen, dann kann es viel Sinn stiften, Routinen wie diese zu haben.

Grundsätzlich mögen wir Vereinfachungen und simple Geschichten. Denken kostet auch noch Energie. Daher müssen wir direkt das System ansprechen, welches Unstimmigkeiten entdecken kann. In der Sprache der PSI Theorie nach Julius Kuhl geht es dabei um das „Objekterkennuns-System“. Das wird mit dieser Übung aktiviert und liefert möglicherweise wichtige Hinweise auf Herausforderungen, die entstehen können. Diese können so in die Vorhaben integriert werden.

 

Wenn Ihnen der Beitrag gefällt, dann empfehlen Sie ihn gerne weiter. Mich interessiert auch: Wie gehen Sie mit so einer Fragestellung „andere Meinungen; Einstimmigkeit“ in Organisationen um?

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